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Pinup

Der Eckard Schott Verlag bemüht sich seit einiger Zeit um die Tradition der Comic-Alben, die bei der aktuellen Heftchen Euphorie und Manga-mania etwas unter die Räder zu kommen droht. Jüngst ist der dritte Band der Serie Pin-up erschienen, von der ich hier den ersten Band vorstelle.

Story

Amerika nach dem Angriff auf Pearl Harbor. Dotties Verlobter wird für den Krieg gegen die Japaner eingezogen. Nach einigen markigen Sprüchen von Joe am Zug bleibt Dottie allein zurück. Die Miete für die Wohnung ist acht Monate im Rückstand, und so gerät sie arg in Bedrängnis. Ihre Freundin Talullah befreit sie aus der misslichen Lage und beschaft ihr eine Stellung im Kabarett-Club der örtlichen Fliegerstaffel. Dort trifft sie Milton Berthet, der zur Erbauung der GIs Pin-up-Girls auf die Flugzeuge malen soll. Dottie gehört zu den Wunschmodellen der Flieger, worüber sie gar nicht glücklich ist. Letztlich lässt .

Milton sucht dringend eine Vorlage für die Heldin seines neuen Strips und ist von Dottie hin und weg. Das beruht keineswegs auf Gegenseitigkeit. Dennoch überzeugt er Dottie, für die Rolle der "Poison Ivy" Modell zu stehen. Ihr Verlobter Joe bekommt nach einigen Monaten im Dschungel der asiatischen Inseln, die Armeezeitungen zu lesen. Dort entdeckt er den "Poison Ivy" Strip und ist hin und weg von der Heldin der Geschichte. Er ahnt nicht, dass seine Verlobte hierfür Modell stand. Die Geschichte nimmt eine dramatische Wendung.

Aufmachung

Im ersten Band finden sich 44 Panels und ein Anhang von 8 Seiten aus Milton Berthets Skizzenbuch. Obwohl der Comic vierfarbig gedruckt ist, sind die einzelnen Seiten recht monochrome gehalten, was die Atmosphäre der 40er Jahre sehr gut herüberbringt.

Die Story entspricht einem Film jener Zeit und ist flüssig erzählt. Auch die Protagonisten sind recht eng an Clark Gable, Laua Bacall und anderen angelehnt. Insgesamt ein sehr gelunger Comic, der aber für einen stolzen Preis zu haben ist.